Therapie und Motivation
Frage
ich (Ende 20) habe die Erfahrung gemacht, dass es in der Theorie durchaus brauchbare Ansätze zur Behandlung der BPS gibt, aber diese sehr selten in der Praxis umgesetzt werden - bzw. man nur sehr schwer Therapeuten findet, die einem helfen können. Das ist eine sehr frustrierende Situation. Inzwischen habe ich einige Therapien hinter mir (mache seit ca. 10 Jahren Therapie), einige habe ich nicht verlängert, andere liefen von "Experten"-Seite her aus. Je älter ich werde desto hilfloser fühle ich mich, desto mehr Druck ist da, das Leben endlich meistern können zu müssen. Ich weiß nicht wohin ich mich wenden soll.
Es ist alles so unbefriedigend und verwirrend. Ich habe große Angst, meinen Unterhalt nicht selbst erwirtschaften zu können. Momentan studiere ich noch. Aber ich fühle mich der anstehenden Verantwortung nicht gewachsen. Alles ist so haltlos, ziellos, sinnlos. Wohin könnte ich mich wenden? Ich habe keine Hoffnung, dass mir eine Therapie noch helfen könnte. Es ist doch immer das gleiche, ich kenne es doch inzwischen. Und ich habe keine Motivation mehr dazu. Es hilft mir nicht wirklich. Welche anderen Hilfemöglichkeiten gibt es noch?
Antwort
Ich entnehme Ihrem Schreiben, dass es Ihnen wohl zur Zeit nicht sehr gut geht und dass diese Situation durch ihre Skepsis was Therapien angeht nicht gerade verbessert wird. Auch in Ihrem Fall ist es sehr schwer von aussen zu beurteilen, ob sie zum Beispiel einfach nicht den oder die richtige TherapeutIn gefunden haben oder ob es zum Beispiel daran liegt, dass Sie zu grosse Erwartungen haben, was durch eine Therapie erreicht oder verändert werden kann. Sicherlich wäre es sinnvoll, wenn Sie erstens erneut Hilfe in Anspruch nehmen würden um sich in dieser Ihnen haltlos erscheinenden Situation Hilfe zu erfahren, zweitens über ihre Skepsis genau in der Therapie sprechen könnten und drittens vielleicht darauf achten, ob die Therapeuten spezifische Erfahrung oder Kenntnisse in diesem Bereich haben (z.B. mit der TFP oder der DBT-Methode).







