Therapie ja oder nein
Frage
Vor 6 Jahren habe ich mal eine Therapie gemacht. Die damalige Therapeutin hat mir ein Buch empfohlen "Das Borderline-Syndrom". Damals habe ich nicht verstanden, was sie mir sagen wollte, aber inzwischen glaube ich auch, dass ich unter dieser Störung leide. Die Symptome von "Schwarz-weiß" Denken. Unfähigkeit zur Nähe, Suchtverhalten (Esssucht), aber meine Selbstverletzung besteht eher darin, dass ich mich mit Männern einlasse, die mich extrem schlecht behandeln, ja misshandeln. Ich leide sehr darunter, aber ich suche immer wieder ihre Nähe und finde auch eine gewisse Befriedigung in den "Mißhandlungen". Am schlimmsten zu ertragen ist aber Liebesentzug. Ich fühle mich eigentlich nicht mehr wohl in meiner Haut und ich habe auch immer Probleme mit Menschen, am Arbeitsplatz in der Familie und auch sonst... Es geht mir nicht gut, aber eine Therapie ist sooo wahnsinnig anstrengend. Was raten sie mir???
Antwort
Es ist auf Grund der von Ihnen beschriebenen Problematik tatsächlich möglich, dass es sich weniger um eine Borderline-Störung im engeren Sinn handelt und dass das Partnerschaftsmuster von erniedrigt werden, abhängig sein im Rahmen eines anderen Problems zu verstehen ist. (Meiner Erfahrung geht es oft um einen abwesenden Vater.) Warum haben Sie solche Vorbehalte gegen Psychotherapie? Ist zwar anstrengend auch doch auch, wenn man den richtigen Therapeuten gefunden hat „wahnsinnig" interessant?







