Narben von Selbstverletzung - Operation
Frage
Giudo fragt:
Meine Freundin ist Borderline Patientin und soweit sich das beurteilen läßt auf dem Weg der Besserung. Allerdings hat sie ein großes Problem mit den Folgen ihrer Krankheit, weil ihre unterarme dadurch vernarbt sind. Sie trägt deshalb selbst im Sommer nur ungerne kurzärmelige Sachen. Ist es sinnvoll, oder überhaupt möglich, diese Narben durch plastische Chirurgie zu entfernen, oder zumindest etwas weniger sichtbar zu machen und wenn ja, gibt es eine Klinik in Deutschland, die auf solche Operationen spezialisiert ist? Interessant wäre auch, ob eine solche Operation von einer Krankenkasse getragen würde.
Antwort
Grundsätzlich kann es sinnvoll sein, wenn eine Person, die sich früher schwerere Selbstverletzungen zugefügt hat, später diese durch plastische Chirurgie revidieren lässt („entfernen" allerdings lassen sich Narben meist nicht ganz). Allerdings muss dieses Anliegen von der betroffenen Person selbst kommen und nicht allein durch das Umfeld oder den Partner. Voraussetzung ist auf jeden Fall, damit ein solcher Eingriff durchgeführt wird, dass eine Person über längere Zeit keine Selbstverletzenden Handlungen mehr ausführt. Es ist sicherlich wichtig, gerade im Bereich der plastischen und ästhetischen Chirurgie, dass der Operateur gut und renommiert ist und es empfiehlt sich diesbezüglich sich zu erkundigen. Bei schwereren Narben sind die Übernahme der Kosten durch die Krankenkasse meist kein Problem; hilfreich sind oft auch ärztliche Bescheinigungen, die den Sinn eines solchen Eingriff unterstützen.







