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Beziehungesproblem eines Betroffenen

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Frage

Nachdem ich die typische Borderliner-Geschichte hinter mir habe, habe ich die Störung nun weitgehend im Griff. Ich lebe auch schon seit 4 Jahrenin einer teilweise(krankheitsbedingt) wechselhaften Beziehung. Inzwischen habe ich auch in diesen Bereich meines Lebens Stabilität gebracht, habe einen mich sehr liebenden und unterstützenden Freund. Mein Problem ist nun, dass ich mich aufgrund der Urängste vor dem Verlassenwerden nicht wirklich fallenlassen kann, dass ich ehrlich gesgt keine Ahnung habe, wie ich lieben kann, ohne den (als Schutzfunktion durchaus hilfreichen) Hintergedanken zu haben: "Es macht mir nichts aus, wenn er geht". Können Sie mir einen Hinweis geben, wie ich diese Barriere überwinden kann? Vielen Dank im voraus für ihre

Antwort

Ich finde, in dem Sie sich dieses Problems bewusst sind und innerlich damit rechnen und arbeiten, sind Sie schon auf einem „guten Weg", bzw. weiter als manche andere Person mit diesem Problem (die zum Beispiel die Fehler nur beim Partner sucht). Es handelt sich um eines der zentralen Grundprobleme der Störung:

Borderline-Patienten können oft nicht kontinuierlich ohne Beziehung sein, sie sind existentiell auf den anderen (als Tröster etc.) angewiesen (Mangel an haltenden inneren Objekten; Wunsch nach ungetrennter Symbiose) (=Verlassenheitsangst)

Gleichzeitig können Borderline-Patienten aber oft auch nicht kontinuierlich in Beziehung sein (wegen der Angst das verlassen oder manipuliert zu werden, wegen der Nähe die entsteht und die bedeutet sich selbst zu verlieren etc.) (=Verschmelzungsangst). Dieses agoraphob-klaustrophobe Dilemma (wie Rey ein Analytiker es mal genannt hat) von „Eiswüste" des Alleinseins und „Feuerhölle" der Nähe wird kann auch zum Dilemma des Gegenübers werden.

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