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Schwangerschaft und Diganose Borderline

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Frage

ich leide an bps gekoppelt mit angst-panikstörung. im moment stecke ich in einer kritischen situation, weil ich in der 8. woche schwanger bin. ich werde bald 39 und das wird wohl meine letzte chance gewesen sein, ein kind zu bekommen. und da fängt das problem schon an. da bei mir alles immer ambivalent ist, kann ich mich mal wieder nicht entscheiden, ob ich dieses kind bekommen soll oder nicht. viel zeit bleibt mir nicht mehr für die entscheidung, deshalb bitte ich um hilfe. ich fühle mich auf der einen seite moralisch verpflichtet dieses kind auszutragen, habe aber panische angst vor der lebenslangen bindung und davor, es nicht lieben zu können. ich kann im moment kein einziges positives gefühl für diese schwangerschaft empfinden und das macht mich sehr traurig. ich sehe mich einfach nicht als mutter. mein wunsch nach normalität bleibt ein traum. ich hoffe jeden tag auf ein funken freude bei der vorstellung auf ein leben mit kind. doch sie will sich nicht einstellen. ich bin verzweifelt. ich hatte schon mal eine abtreibung und wollte das nie wieder tun. mein freund freut sich und möchte es behalten. ich bin mal wieder diejenige, die ihm die freude vergellt, wie so oft schon. es ist schwer zu ertragen, wenn im leben nichts normal, harmonisch und gemässigt ablaufen kann. was soll ich tun? ich bin der grösste risikofaktor für diese schwangerschaft. ich weiss, dass niemand mir die entscheidung abnehmen kann. ich hoffe bloss auf eine einschätzung ihrerseits. kann ein bps-lerin eine normale mutter sein?

Antwort

Ich denke, Sie sollten sich bei dieser für Sie sehr schwierigen Ausgangssituation wenn möglich sowohl in eine Psychotherapie begeben, wie vielleicht auch in einer Schwangerschaftsberatung (praktische, materielle etc.) Unterstützung erfahren. Ihre Frage, ob eine Frau mit einer Borderline-Störung eine „normale" Mutter sein kann, ist nicht ohne weiteres beantwortbar. Es gibt Mütter, die selbst Symptome einer Borderline-Störung aufweisen, ohne dass die Kinder eine entsprechende Entwicklung nehmen. Hilfreich wäre es über diesen Punkt mit einem Experten (z.B. Kinder- und Jugendpsychotherapeut oder Kinder-und Jugendpsychiater) zu sprechen, ob es ratsam erscheint, dass ihr Kinder später eine Unterstützung durch eine zusätzliche Betreuung erfahren sollten oder nicht. Entscheidend ist sicherlich auch die Frage, wie instabil oder impulsiv Sie selbst gegenwärtig noch sind. In vielen Fällen stellt eine „offene" Borderline-Symptomatik, d.h. eine solche, die wenig stabilisiert ist, der Eltern eine Belastung für Kinder dar.

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