Borderline Digagnose vlg. Depression
Frage
Frage von Antonius aus Duisburg:
Ich bin seit kurzer Zeit in psychologischer Behandlung. Meine Psychologin diagnostizierte eine mittelschwere Depression und Sozialphobie.
Als ich ihr letztens jedoch sagte, wie schlecht es mir im Moment ginge, dass ich nicht in der Lage sei, meinen Alltag zu meistern, keine Prioritäten setzen kann indem, was ich tagsüber mache, sehr zerstreut bin, Wutattacken habe und Selbstmordgedanken habe, verwies sie mich mit dem Verdacht auf Borderline an einen Psychiater. Aufgrund meiner geschilderten Gewaltbereitschaft, meiner sehr extremen Stimmungsschwankungen und meiner Essattacken bestätigte dieser den Verdacht auf Borderline.
Jetzt ist meine Frage: Passen denn meine Symptome nicht genauso gut auf eine Depression?
Antwort
Die Frage ist nicht einfach zu beantworten. Zumal Persönlichkeitsstörungen (wie Narzisstische PS oder Borderline-PS) häufiger mit Depressionen verbunden sind. Einige Symptome (Antriebslosigkeit, Suizidgedanken, Essanfälle) könnten auch zu einer reinen Depression passen. Dagegen sind extreme Stimmungsschwankungen und Wutattacken eher untypisch für reine Depressionen.







