Borderline und Alter
Frage
Mein Leben hat bis jetzt immer nur aus höhen und tiefen Bestanden und nie irgendwie aus einer Art Normalität.
Als Kind habe ich angefangen mir die Arme anzuritzen gab das dann aber wieder auf und ersetzte es durch das waschen meiner Hände bis diese blutig waren.
Mit 17 erste Therapie kurze Besserung und dann mit 25 zweite Therapie mit 30 die dritte mit 35 die vierte. Ich schaff es nicht irgendwo rein zu passen. Freundschaften bestehen kurz, dann zerbrechen sie wieder.
Es gelingt mir teilweise über einen gewissen Zeitraum eine gewisse Stabilität in meinem Gefühlchaos zu halten dann plötzlich bricht wieder alles zusammen und ich falle in ein tiefes loch. Ich habe das Gefühl nie irgendwo hin zugehören ziehe mich von den Menschen immer wieder zurück. Momentan leide ich unter Schlaflosigkeit, Albträumen wenn ich schlafe.
Steh ich morgens auf bin ich schon geschlaucht. Kleinigkeiten regen mich furchtbar auf und manchmal denke ich, das kann es doch alles nicht sein, irgendwann muss doch mal ruhe einkehren.
Eigentlich bin ich für Borderline mit 44 Jahren doch zu alt .Was mach ich nun??
Antwort
Ich kann Sie an dieser Stelle nur ermuntern darüber nachzudenken oder zu überprüfen, ob die Behandlungen von denen Sie schreiben wirklich störungsspezifisch waren und ob es Gründe geben könnte, warum diese Psychotherapien nicht genügend nachdrücklich „greifen" konnten.
Ich sehe zunehmend Patientinnen, die viele Psychotherapien absolviert haben. In diesen Fällen sehe ich den Behandlungsfokus darin, nicht wieder von vorne zu beginnen, sondern vor alle zu verstehen, warum die Behandlungen so wenig bewirken konnten.







