Nach einem leichten Schlaganfall 2003 und den darauf folgenden Gesprächen mit meinem Neurologen/Psychiater, stellte dieser die Diagnosen F60.31 und F44.9 – Borderline und Dsnns. Seit dem bin ich in einmal die Woche bei ihm und es kommt nicht selten vor, dass ich dankbar bin, ihn als Unterstützung an meiner Seite zu haben. Auch kam er nach langen und intensiven Gesprächen zu der Ansicht, dass ich wohl schon länger Betroffene bin, als zuerst angenommen. Ich denke aber, dass ich da nicht die einzige bin, der es so geht.
Die Krankheit Borderline sehe ich persönlich größtenteils positiv, hilft es mir doch, mich besser in manche Menschen hineinzuversetzen und zu verstehen. Natürlich hat es auch negative Seiten, das bekomme ich auch zwischendurch zu spüren. Ich bin exzentrisch und habe viele Ecken und Kanten, was den Umgang mit mir nicht immer einfach macht, dennoch bin ich ein sehr verständnisvoller Mensch. Zudem bin ich eine Kämpferin, die sich so einfach nicht unterkriegen lässt, auch wenn es manchmal den Anschein hat.
In meinem Kampf gegen Stigmatisierung, Intoleranz, Verurteilung und Unverständnis stieß ich Ende 2004 auf diese Plattform. Registriert bin ich seit Anfang 2005.
Die Arbeit als Moderatorin ist eine Aufgabe, die ich sehr gerne wahrnehme, auch wenn die Themen nicht immer einfach sind. Etwas sinnvollen und hilfreiches zu tun ist ein sehr schönes Gefühl.
Der Austausch mit anderen Betroffenen als auch mit Angehörigen hilft mir aber am meisten. Es zeigt mir, dass ich mit meinen Sorgen und Nöten nicht ganz alleine bin, dass es Menschen gibt, mit denen ich reden kann und die mich verstehen. Das ist für mich sehr viel wert, da es mir Kraft gibt. Ich möchte dieses und meine Erfahrungen gerne an andere weiter geben, damit auch sie von mir profitieren, so wie ich von ihnen.
Eure Abby
(Junior-Administratorin im Forum der Seite und Betreuerin für das Moderatoren-Team)




