Ich bin seit 1993 diagnostizierte Borderlinerin. Im April 2001 gründete ich damals mit einem Bekannten ein Online Borderline Projekt. Ich sammelte zahlreiche Informationen und veröffentlichte Wissenswertes zur Erkrankung und bot Interessenten erste Austauschmöglichkeiten. Seit Januar 2003 ist es unter dieser eigenständigen Adresse: www.borderline-plattform.de zu erreichen. Die Idee dazu kam 1999 sowie 2000 als ich in dem Buch “Leben auf der Grenze” mitgeschrieben habe. Ich bin 1971 in Berlin geboren, Mutter drei sehr liebenswerter Kinder und einer lieben Ziehtochter und lebe mit meiner Familie und einem Hund am Rand des Großstadtdschungels von Berlin.
Mein Leben mit der Erkrankung “ Borderline” ist ein ständiger Kampf, ja teilweise ein Überlebenskampf. Anderen Betroffenen wie auch Angehörigen möchte ich Mut machen, den Kampf für ein lebenswertes Leben und für eine gesunde Beziehung aufzunehmen oder fortzuführen!
Neben dem Projekt Borderline-Plattform habe ich Anfang 2002 eine lokale Selbsthilfegruppe in Berlin ins Leben gerufen. Die Gruppe ist erfolgreich zusammen gewachsen, was mich sehr glücklich macht.
Für mich ist es wichtig, das Borderline-Syndrom zu Entstigmatisieren und mitzuwirken Vorurteile für diese Erkrankung abzubauen. Mein Wunsch wäre, daß so vielen Betroffenen wie möglich tatkräftig zur Seite gestanden wird, bei den täglichen Überlebenskämpfen, die oft mehr als mutlos machen, und auch von fachlicher Seite noch mehr Unterstützung und Begleitung möglich wäre.
Vielleicht wird es eines Tages möglich sein, das Vorurteile gänzlich abgebaut werden können, so wie es heute schon bei schizophrenen Erkrankungen der Fall ist. Es werden vielleicht noch mehr Therapiemöglichkeiten geschaffen und an den Ursachen der Erkrankung geforscht.
Es müssen noch viel mehr lokale Anlaufmöglichkeiten für Betroffene aber genauso für Angehörige geschaffen werden und vielleicht wird es eines Tages mit Unterstützung von anderen Betroffenen und Fachleuten sogennannte “ Borderlineseminare” geben, die dazu Beitragen , daß mehr Menschen wissen wie man mit dieser Erkrankung umgehen kann. (Mehr Infos dazu demnächst hier auf der Plattform).
Um noch mehr Möglichkeiten des Austausches und der Unterstützung von Betroffnen und Angehörigen sowie Fachleuten zu bieten, haben wir uns im Mai 2007 als Verein zusammengeschlossen. Ich hoffe unsere ehrenamtliche Arbeit wird gut angenommen.
Veröffentlichungen: * http://www.psychiatrie.de/data/pdf/d7/00/00/sp100_30.pdf
Eure Tina
(Webmasterin, Administratorin und Vereinsvorsitzende)



und bin Angehörige. Ich kam im Mai 2004 durch meine "Pflegetochter", die starke Bl-Tendenzen hat, zur Plattform. Sie wohnt zwar nun schon längere Zeit nicht mehr bei uns, aber ich bin bei der Plattform geblieben. Ich habe hier sehr viele wertvolle und liebe Menschen kennen- und schätzen gelernt und ich möchte durch meine Mitarbeit die Plattform weiterhin unterstützen.
Nach einem leichten Schlaganfall 2003 und den darauf folgenden Gesprächen mit meinem Neurologen/Psychiater, stellte dieser die Diagnosen F60.31 und F44.9 – Borderline und Dsnns. Seit dem bin ich in einmal die Woche bei ihm und es kommt nicht selten vor, dass ich dankbar bin, ihn als Unterstützung an meiner Seite zu haben.
Geboren bin ich 1972. Meine Diagnose habe ich seit Anfang 2004, damals war ich - zunächst wegen Depression – fünf Monate in stationärer Behandlung. Seit dem versuche ich mich mit der Krankheit auseinander zu setzten, die bei mir ja relativ spät erst so richtig ausgebrochen ist. Rückwirkend erklären sich dadurch aber viele Probleme, die ich früher auch schon hatte. Die Arbeit hier auf der Plattform hilft mir sehr dabei, hier bin ich auf andere Betroffene gestoßen, habe Hilfe und Verständnis erfahren und versuche nun, seit ich wieder etwas stabiler bin, auch ein wenig davon weiter zu geben.
Geboren wurde ich 1979. Die Diagnose Borderline bekam ich 2000, aber erst 2001, nachdem ich so richtig am Boden war, fing ich an, mich damit zu beschäftigen. Ich war 1 ½ Jahre stationär in der allgemeinen geschlossenen Psychiatrie, eine sehr schwierige und oft traumatische Zeit, ohne die ich aber nicht überlebt hätte (ein sehr dunkles Kapitel). Seit Anfang 2003 mache ich ambulante Therapie, die mich soweit stabilisiert hat, dass ich seit dem Wintersemester 04/05 studiere. Natürlich gibt es auch bei mir immer wieder Rückschritte, aber insgesamt komme ich mit meiner individuellen Symptomatik immer besser zurecht. 
